Geschichte

Vorgeschichte

Leider lassen sich keine Aufzeichnungen finden, welche Auskunft geben könnten über die Gestaltung des Kirchengesangs in Bösingen während der früheren Jahrhunderte. Es muss aber einen Chorsänger oder Vorsänger gegeben haben, welcher den Gesang leitete oder selbst die Gesänge vortrug. Unter seiner Verantwortung standen ihm Männer als Hilfssänger zur Seite. Der Chorsänger oder dieser kleine Chor trug meistens Choralgesänge vor.

In den alten Bösinger Totenregistern befindet sich hie und da die Angabe, der Verstorbene sei Cantor gewesen. Wie ein Chorsänger ernannt oder zu seinem Amt kam, lässt sich nicht feststellen. Auf jeden Fall aber, wurde dieses Amt stets als Ehrenamt angesehen.

Seit 1842 beschäftigte man sich in Bösingen nachdrücklich mit dem Gedanken, eine Orgel anzuschaffen. Mit der Frage nach einer Orgel sah man sich zugleich auch der Frage des Kirchengesangs gegenübergestellt.
Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 7. August 1842 wurde Joseph Jacob Hayo als Chorsänger, sein Sohn Peter Hayo zum Schüler (=Chorsänger) gewählt. Niclaus Jungo und und Jacob Bäriswil wurden ebenfalls zu Schülern gewählt.
1844 wurde durch Moritz Mooser die Orgel gebaut.
1860 gab es zwei Vorsänger und zehn Mitsänger. 

Gründung des Chors

Durch das neue Gesetz über Gemeinden und Pfarreien aus dem Jahre 1879 erfolgte die Trennung der politischen Gemeinden und der Pfarrgemeinden. Ein neues Reglement bezüglich des Organisten und der Chorsänger wurde erstellt. Dies ist die Geburtsstunde des Cäcilienvereins Bösingen bei dem nur Männer mitsingen durften.

Wachstum und Konsolidierung

1920 trat der Chor dem Cäcilienverband Deutschfreiburg bei.
Um das Jahr 1960 begann Marcel Crottet musikbegabte Knaben zu einem Knabenchor heranzubilden. Erstes Ziel war es, die Weihnachtsgottesdienste mit Knabenstimmen festlicher zu gestalten. Im Laufe der Zeit wurde der Knabenchor in einen Kinderchor umgewandelt, um auch den Mädchen die längst fällige Gelegenheit zu geben, in einem Chor mitzusingen. 
1970 feierte der Chor sein 50-jähriges Bestehen mit einer Fahnenweihe. 
1971 wurde die Mooser-Orgel in der Pfarrkirche Bösingen durch die Orgelbaufirma Mathis, Näfels GL, umgebaut und restauriert und am 10. Juli 1971 mit einem Festakt unter der Mitwirkung des bekannten Sensler Orgelvirtuosen Karl Kolly eingeweiht. Unsere Orgel steht unter Eidgenössischem Denkmalschutz.


1975 bedeutet ein Markstein in der Geschichte unseres Chores. So durften in diesem Jahr erstmals Frauen im Chor mitsingen. Die Gründung des gemischten Chores fand ihren feierlichen Abschluss in der Teilnahme am Cäcilienfest in Düdingen. 


In den letzten Jahren ist es uns wiederum gelungen, einen neuen Kinderchor zu gründen. Die beiden Kinderchorgruppen geben regelmässig Kostproben ihres Könnens und werden nach Möglichkeit bei Auftritten des Cäcilienchores  Bösingen integriert.

Der Cäcilienchor Bösingen tritt auch regelmässig an den Verbandsfesten des Deutschfreiburger Cäcilienverbandes auf. Bösingen war bereits 1921, 1962,  2002 und 2017 Gastgeber von Verbandsfesten. 

 

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Quellen: Marcel Crottet; Jubiläumsschrift 125 Jahre Cäcilienchor Bösingen / Andrew Bond: Musik & Liturgie

Präsidenten, Präsides und Dirigenten des Cäcilienchores Bösingen